Fachartikel

Fehlende Studien sind kein Nachweis über die Unwirksamkeit einer Therapie

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Die Krankenkassen fordern zunehmend auch in der Hilfsmittelversorgung wissenschaftliche Evidenz über die Wirksamkeit von Hilfsmitteln. Die Forderung ist berechtigt, sagt Prof. Bernhard Greitemann, Vorsitzender des Beratungsausschusses für das Orthopädieschuhmacherhandwerk der DGOOC. Doch Evidenz sei immer die beste verfügbare Evidenz. Wenn es keine Studien gebe, dann gelte die Sachkompetenz und die Erfahrung von Experten.

Herr Prof. Greitemann, Sie haben die Literatur über die Hilfsmittelversorgung hinsichtlich wissenschaftlich gesicherter Aussagen über Therapien gesichtet. Wie steht es um die wissenschaftliche Evidenz in der Technischen Orthopädie?

In manchen Bereichen der Technischen Orthopädie haben wir Evidenz durch wissenschaftliche Studien. Das sind aber bisher Einzelbereiche.

Speziell in der Orthopädieschuhtechnik haben wir das Problem, dass unsere deutschsprachige Orthopädieschuhtechnik etwas Einzigartiges ist, die im Ausland so nicht vorhanden ist. Das ist zum Einen eine große Marktchance aber auch ein großes Handicap in Bezug auf Studien.

Wenn man sich die Studienlage in der Medizin anschaut, dann fällt es natürlich leicht, internationale, englischsprachige Studien zu finden. Ein Beispiel: Bei der Osteoporose wird man Hunderte von Studien finden, weil dazu in Thailand geforscht wird und in China und in Amerika und bei uns.

Wenn es eine individuelle orthopädieschuhtechnische Schuhversorgung in Indien, in China, in Thailand nicht gibt, weil es dort keine Orthopädieschuhmacher gibt, dann wird man automatisch eine kleinere Zahl an Studien haben. Und dann ist die Gefahr, dass in diesem kleinen Bereich nur wenige qualitativ hochwertige Studien dabei sind, größer.

Welche Bereiche der Technischen Orthopädie sind gut untersucht?

Interessanterweise gibt es Evidenz in Bereichen, wo man gar nicht damit rechnen würde, bspw. zu Ellenbogen-Orthesen. Es gibt auch eine gute Studienlage zur Valgus-Gonarthrose und der Behandlung durch Knieorthesen bzw. durch Schuhaußenrand- und Schuhinnenranderhöhungen. Dazu gibt es hier in Deutschland Studien, aber auch international, z.B. aus Japan.

Dagegen gibt es wenige Studien in Bereichen, wo man vermuten würde, dass dort ein Nachweis relativ einfach gelingen müsste. Es gibt bspw. zum Thema Pufferabsatz nichts oder nur sehr wenig, was eine höhere Evidenz hat als eine Expertenmeinung.

So ist es in sehr vielen Bereichen der Technischen Orthopädie. Große, wissenschaftliche Studien fehlen. Bei den allermeisten Versorgungen haben wir eine Evidenz im Bereich der Expertenmeinung.

Ist die Forderung nach einer Evidenzbasierung auch im Hilfsmittelbereich berechtigt?

Die Forderung nach einer Evidenzbasierung von medizinischen Therapien ist absolut richtig. Sie führt dazu, dass man langfristig die wirksamen von den nichtwirksamen Therapien trennen kann.

Wenn über eine längere Zeit die Wirksamkeit einer Therapie fraglich ist, dann ist es aus der Sicht der Kostenträger natürlich verständlich und sinnvoll, wenn sie einen Nachweis der Wirksamkeit fordern. Umgekehrt muss man im Auge behalten, dass viele Therapien in der Medizin nicht wissenschaftlich mit Studien untersucht sind.

Man muss die evidenzbasierte Medizin deshalb mit Augenmaß betreiben. Würde alles, wofür es keine eindeutige wissenschaftliche Evidenz gibt, wegfallen, dann müsste man drei Viertel der gesamten Medizin streichen.

Bestimmte Therapiezweige in der empirischen Medizin, also der erfahrungsbasierten Medizin, hätten sich nicht entwickeln können, wenn man sie gleich zu Beginn aufgrund fehlender Evidenzbasierung abgelehnt hätte. Zum Beispiel hätten sich die Chirotherapie, die manuelle Therapie, die Osteopathie, die Akupunktur, die therapeutische Lokalanästhesie nicht etablieren können. Auch die krankengymnastischen Behandlungsmethoden sind im Wesentlichen nicht evidenzbasiert. Und doch sind dies wichtige Therapieformen in der konservativen Medizin.

Quelle: Sonderheft Qualität 2008

Posturologie: Evaluation über posturale Einwirkung von Einlagen

Es ist notwendig, die Auswirkung von Einlagen auf die Haltung (Posture) von Patienten nachzuprüfen. Dafür werden wiederholbare klinische posturokinetische Tests durchgeführt.

Kurze Entstehungsgeschichte der Behandlung durch Einlagen bis heute (Anm. des Übersetzers: in Frankreich).

Der Pediküre-Chirurg von Ludwig XVI, Nicolas Laurent Laforest, war wahrscheinlich der Erste im XVIII Jahrhundert, der den Einsatz von Einlagen zur Behandlung plantarer Schmerzen beschrieb. Er hat weiterhin zwischen diesen Schmerzen und Gang- und Haltungsstörung eine Verbindung beobachtet. Trotz mehrfacher Bestätigung durch Autoren im 20. Jahrhundert wurden diese Beobachtungen erst nach klinischen und Grundlagenforschungsergebnissen der letzten zwanzig Jahren bedeutungsvoll.

Heute, so wird es von Lepock betont, sind folgende Aspekte selbstverständlich: Einlagen verändern Haltung – unabhängig von ihrer Dicke; auch wenn es hierzu unterschiedliche Positionen zur Therapiewahl gibt.

Bereits 1782 beobachtete Nicolas Laurent Laforest, in seinem Werk „L´art de soigner les pieds“, dass Fußschmerzen auf das gesamte Individuum zurückfallen kann. Genau beschrieb er die Rolle in der posturalen Einpassung und der Vorsetzung des Schwerpunktlinie in der Genese von Fußschmerzen.

Vom XVI. bis XIX. Jahrhundert wurden Korrekturen von Fehlstellungen wie Plattfuß ausschließlich unter die Schuhsohle gelegt. In England lässt 1888 der Chirurg Whitman einen orthopädischen Apparat aus Metallteilen herstellen. Das Ziel dieser Orthese war die Wiederaufrichtung der Fußgewölbe. Da der Innenrand sehr hoch war, drückte er auf dem Naviculare. Dies erzeugte Schmerzen und demzufolge einen Ausweichreflex.

Anfang des XX. Jahrhunderts waren es schon adaptierte Einlagen nach Maß, die das Ergebnis einer klinischen posturalen Untersuchung von Kopf bis Fuß waren.

Mitte des XX. Jahrhunderts wurden die biomechanischen Grundlagen des menschlichen Gleichgewichts gelegt und dabei die Wirkung von Einlagen beschrieben. Damals schon hatten Ärzte und Podologen verstanden, dass Einlagen eine Wirkung auf den ganzen Körper haben: auf die Wirbelsäule, auf die Körperglieder und dass podale Fehlstellungen Rückenschmerzen verursachen können. Diese Pioniere ahnten schon, dass zu hohe Einlagen für den Patienten verhängnisvoll sein konnten. Jean Lelièvre verkündete 1955: „Klassische Plantarstützen mit hohen Gewölben sind zu vermeiden. Sie sind unnötig und oft schädlich.“ Das Ziel der Einlagen war, wie Ledos es betonte, die Fußsenkungen durch die Anwendung bestimmter Druckkräfte wieder aufrichten zu können.

Das Problem war richtig dargestellt, aber welche Kräfte sollen genutzt werden? Welche Höhen sollen in die Einlagen beigefügt werden?

Von Ende des XX. Jahrhunderts bis heute: Diese Antwort kam erst später: 1980 bot der französische Neurologe Bourdiol in der Behandlung von Rückenschmerzen, Teilchen von 1 bis 2 mm an, deren Wirkungsweise an einer biomechanischen Stimulierung des Nervensystems und nicht mehr an eine mechanische orthopädische Korrektur gekoppelt war. Ohne es zu wissen bestätigt er damit das Werk des Augenarztes Baron, der 1955 gezeigt hat, dass es eine Korrelation zwischen der Größe der Stimulierung und deren therapeutischen Wirkung gibt.

Die Ideen von Bourdiol wurden von mehreren Teams weiterentwickelt. Insbesondere 1990 wurde von der französischen Schule der Posturologie, unter der Leitung von Gagey und Villeneuve, der Vorschlag gemacht, dass plantare Stimulierungen vorzugsweise auf die Mechanorezeptoren der Haut wirken. Infolge ihrer klinischen Beobachtungen schlugen sie vor, dass im Rahmen der Posturalregulierung, plantare Stimulierungen in festem Material und in Stärke (Dicke) von geringer oder gleich als 3 mm erstellen werden sollen. Diese sollen vorhersagbare und definierte posturale Reaktionen hervorrufen. Die Einlagen, die Material mit einer Höhe größer als 3 mm benutzen, sind sinnvoll vor allem für die Behandlung von Schmerzen, die aus organischen Störungen der Unterglieder resultieren: z.B.: Coxarthrosis, Gonarthrosis, Hallux Valgus.

Heutzutage sind diese primären Beobachtungen durch klinische und fundamentale Forschungen nachgewiesen. Plantare Stimulierungen, von einigen Makrometer bis 3 mm, verursachen tatsächlich vorhersagbare und definierte posturale Anpassungen, auch wenn sie für das Individuum nicht bewusst als Stimulierung wahrgenommen werden können. Außerdem gaben Gagey und Villeneuve genau an, dass die Einbeziehung plantarer Stimulierungen nur integriert werden kann, wenn keine informationellen Störungen (sog. Parasiten) vorliegen. Diese entstehen entweder aus der Biomechanik der Körperachse sog. propriozeptive Störungen, oder aus plantarem Hautgewebe, sog. reizerregender Haltungspunkt der Fußsohle (rHF).

Jetzt ist es gesichert festgestellt, dass Stimulierungen der plantaren Sohle mit geringer Höhe des posturalen Tonus (Körpertonus) und die Stabilität der Körperachse verändern. Die Untersuchende muss daher klinische Tests der muskulären Hypertonie der Körperachse durchführen. So kann er sowohl propriozeptive Dysfunktionen der Körperachse und Störungen der plantaren Wahrnehmung klar ermitteln, als auch die Wirksamkeit der Stimulierungen auf die Wirbelsäule des Patienten bestätigen. Es ist ebenfalls unentbehrlich zu kontrollieren, dass die posturale Behandlung durch Einlagen keine Iatrogenität verursacht.

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Chronischer Stress und seine Auswirkungen auf unser Immunsystem

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HHN-Achse und das Immunsystem gehören zu den überlebenswichtigten Schutzsystemen des Körpers

Fachbeitrag von Ulrike Metzler Dipl. Ing. (FH) für Ernährung

In unserer schnelllebigen Zeit klagen offensichtlich zunehmend mehr Menschen über ein Zuviel an Stress. Nach dem DAK-Gesundheitsreport 2011 berichtet bereits jeder fünfte Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren, dass der Arbeitsalltag als sehr belastend und stressig empfunden wird. Doch nicht nur im Beruf geht es hektisch zu. Auch im privaten Bereich steigen die Anforderungen. Die Folge: Wer dauerhaft unter Stress steht, hat ein erhöhtes Risiko, ernsthaft krank zu werden.

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass insbesondere chronischer Stress nicht nur psychische, sondern auch körperliche Störungen verursachen kann. Stress kann nahezu alle Körperprozesse und Organsysteme negativ beeinflussen und so bspw. auch die Infektanfälligkeit erhöhen. Aus Studien ist bekannt, dass psychosozialer Stress ein signifikanter Risikofaktor für Herzerkrankungen ist.

Die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin

Mögliche Ursache hierfür sind die negativen Effekte von Stresshormonen: Bei Stress kommt es zu einer erhöhten Konzentration von Adrenalin und Noradrenalin im Blut. Adrenalin, ein im Nebennierenmark gebildetes Hormon, das in Stresssituationen ins Blut ausgeschüttet wird, bewirkt u.a. eine Steigerung der Herzfrequenz und einen Anstieg des Blutdrucks, was langfristig zu Schäden an den Blutgefäßen führen kann.

Unter Stress kann es zu einer Anspannung der Muskulatur kommen. Bei einer Dauerstressbelastung können auch körperliche Symptome, wie chronischer Rückenschmerz, auftreten.

Ein wichtiger chemischer Signalstoff, der die Zellen auf Stresssituationen reagieren lässt, ist das Gewebshormon Histamin. Eine Histaminausschüttung erhöht die Permeabilität der Gefäßwände der kleinen Blutgefäße. Im Gehirn verstärkt eine erhöhte Histaminkonzentration den Nährstofffluss zu den Neuronen, um ihr Wachstum und spezielle Funktionen zu fördern. In einer Stresssituation ermöglicht diese durch das Histamin ausgelöste bessere Versorgung der Nervenzellen dem Gehirn, seine Aktivität zu steigern, um mit der wahrgenommenen Bedrohung besser umgehen zu können. Ein Signal also mit zwei völlig entgegengesetzten Wirkungen!

Schutz und Wachstumsimpuls

Und so wie es Histamin-Rezeptoren in der Zellmembran gibt, gibt es auch Adrenalin-Rezeptoren, die nach dem gleichen Prinzip von Schutz- oder Wachstumsimpuls reagieren. Was passiert jedoch, wenn unsere Zellen gleichzeitig sowohl Adrenalin als auch Histamin als Impuls erhalten? Die vom Zentralnervensystem freigesetzten Adrenalinsignale sind stärker als die lokal erzeugten Histaminsignale. Frei übersetzt könnte man auch sagen, dass der Geist – über das Adrenalin des zentralen Nervensystems – stärker ist als der Körper, dem das lokale Histaminsignal entspricht. Oder: Überzeugungen bzw. Einstellungen steuern biologische Prozesse.

Die Evolution hat uns mit vielen Überlebensmechanismen ausgestattet. Sie lassen sich aufgrund dieser Erkenntnisse grob in zwei funktionale Kategorien einteilen: Wachstum und Schutz. Beides ist für das Überleben gleichermaßen wichtig. Mechanismen, die einerseits Wachstum und andererseits Schutz gewährleisten, können nicht gleichzeitig ablaufen. Die Umleitung von Energien zugunsten der Schutzreaktion geht immer auf Kosten des Wachstums, und je länger eine Schutzhaltung bestehen bleibt, desto stärker leidet das Wachstum darunter. Beide Mechanismen – Wachstum und Schutz – werden in mehrzelligen Organismen durch das Nervensystem gesteuert.

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Die überlebenswichtigen Schutzystemse des Körpers: HHN-Achse und Immunsystem

Unser Körper besitzt zwei getrennte Schutzsysteme, die beide überlebenswichtig sind: die HHN-Achse und das Immunsystem. Die HHN-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse) setzt bei der Wahrnehmung von Stress eine einfache Kaskade in Gang: Über den Hypothalamus wird der CRF (Corticotropin-releasing factor) freigesetzt, der zum Hypophysenvorderlappen wandert. Dort werden ACTH (Adrenocorticotropes Hormon) ins Blut ausgeschüttet und der Sympathikus stimuliert.

Die Aktivierung der HHN-Achse schränkt aber auch unsere Fähigkeit ein, klar zu denken. Unter Stress sind wir weniger intelligent. Die Umsetzung von Informationen des Vorderhirns im Bereich der Vernunft und der Logik ist sehr viel langsamer als die reflexhafte Aktivität des Hinterhirns. Die Stresshormone verengen die Blutgefäße im Vorderhirn und reduzieren damit seine Funktionsfähigkeit.

Verminderte Immunreaktion

Das zweite Schutzsystem unseres Körpers ist das Immunsystem, das uns vor fremden Eindringlingen und schädlichen Körperzellen, wie z.B. Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten aber auch Krebszellen schützt. Die normale Immunantwort besteht darin, Fremdes und Schädliches zu erkennen, die körpereigenen Abwehrkräfte zu mobilisieren und so die Gefahr zu beseitigen. Chronische Belastungen können jedoch dazu führen, dass der Körper nicht mehr in der Lage ist, eine angemessene Immunreaktion hervorzubringen.

Aus Dauerstresssituationen können sich als Folge chronische Erschöpfungssyndrome bis hin zu Depressionen entwickeln. So ergab eine Studie, dass bei depressiven Menschen im Hippocampus (Vorderhirn) die Zellteilung stark reduziert war. Chronischer Stress kann zudem neurotoxisch wirken und Atrophien des Hippocampus auslösen und verstärken. Die Folgen sind ein reduziertes Gedächtnis, eingeschränkte Lernleistung und motorische Störungen. Das Risiko für Ängste, Diabetes mellitus, koronare Herzerkrankungen sowie Autoimmunerkrankungen steigt an. Auch der Einsatz von Glucocorticoiden verstärkt diesen neurotoxischen Stress.

Der Organismus benötigt Wasser, Vital- und Nährstoffe

Wichtig in diesem Zusammenhang ist ebenfalls, dass bei Dauerstress dem Körper bestimmte essentielle Aminosäuren entzogen werden, insbesondere Tryptophan (Vorstufe von Serotonin, Tryptamin und Melatonin), Tyrosin, Cystein und Methionin. Diese müssen im richtigen Mengenverhältnis vorliegen, damit unser Stoffwechsel physiologisch arbeitet.

Der wichtigste Nährstoff dabei ist für unseren Körper Wasser, denn es erzeugt Energie, löst alle Mineralien, Proteine, Stärke und andere wasserlösliche Bestandteile und verteilt sie über den Blutkreislauf im ganzen Körper. Ein naturbelassenes, rückstandskontrolliertes Quellwasser ohne Kohlensäure bietet ernährungs- und zellphysiologisch die besten Stoffwechsel-Voraussetzungen für die Zellgemeinschaft unseres Körpers. Bei dauerhaftem Wassermangel blockiert Histamin das Immunsystem über die Lymphozyten bereits im Knochenmark, so die Ergebnisse der 20-jährigen Forschungsarbeit von Dr. Batmangelidj.

Die Forschungen der sog. „Neuen Biologie“ oder „Epigenetik“ nach Bruce Lipton haben ein neues Verständnis zur Funktionsweise unserer Zellen und damit unseres Körpers gebracht. Dazu gehört auch die folgende Erkenntnis: Jedes Mal, wenn dem Körper ein Medikament zugeführt wird, um eine Funktion A zu korrigieren, gerät Funktion B, C oder D aus dem Gleichgewicht.

Regulation und Stimulation mit Komplexmitteln

Aus diesem Grund sind naturheilkundliche Rezepturen zur Stimulation und Regulation des ganzen Menschen und nicht nur einzelner Organe oder Systeme für ihren Einsatz prädestiniert. Zur Reduktion der täglichen Stressoren eignet sich neben den persönlichen Individuallösungen (wie z.B. moderate sportliche Aktivitäten, ausreichender Schlaf, gutes Arbeitsklima und psychosoziales Umfeld) besonders gut das homöopathische Komplexmittel Neurexan. Die in Neurexan enthaltenen homöopathischen Einzelmittel – Passionsblume (Passiflora incarnata), Hafer (Avena sativa), Kaffee (Coffea arabica) und Zinkvalerianat (Zincum isovalerianicum) – wirken gezielt gegen die Symptome von Nervosität und Unruhe und fördern dadurch gleichzeitig die körpereigenen Selbstregulationskräfte. Darüber hinaus kann Neurexan entweder als Tropfen oder in Tablettenform auch gut in Kombination mit Traumeel und Lymphomyosot eingesetzt werden.

Wenn es uns gelingt, Stressfaktoren auf ein verträgliches Maß zu reduzieren, haben wir die Chance auf ein zufriedeneres Leben und mehr Wachstumsimpulse.

Literaturquellen

1. Lipton, Bruce H.: Intelligente Zellen, KOHA Verlag, 7. Auflage 2009

2. Kuklinski, Dr. Bodo: Das HWS Trauma, AURUM Verlag, 1. Auflage 2006

3. Batmangelidj, Dr. med. F.: Sie sind nicht krank, Sie sind durstig! VAK Verlag 2003

4. Hill, Dr. Hans-Ulrich: Umweltschadstoffe und Neurodegenerative Erkrankungen des Gehirns, SHAKER Verlag 2009

Autorin 

Ulrike Metzler, Heilpraktikerin Dipl. Ing. (FH) für Ernährung Wiesbaden www.schmerztherapie-rhein-main.de

Die Okklusion als Teil einer dreidimensional determinierten Körperstatik – Fluch und/oder Segen für den Zahnarzt

Fluch: die Tätigkeit des Zahnarztes ist nicht isoliert auf seinem Fachgebiet erfolgreich durchführbar

Segen: der Zahnarzt kann mit seinen Kenntnissen seine Therapie

  • stabilisieren
  • Rezidive vermeiden
  • im Netzwerk schnellere Ergebnisse erreichen
  • die praktische Relevanz für den Zahnarzt besteht immer, da er in der Pflicht ist, eine chronische CMD und deren restaurativen (definitiv) Abschluss durchzuführen

CMD als chronische Erkrankung schließt eine 100%ige erfolgreiche Therapie aus

  • vielmehr gibt es einen Wechsel von Kompensation und Dekompensation
  • Einfluss anderer körperlicher Dysfunktion, die der Zahnarzt erkennen, aber nicht behandeln darf/kann
  • hat eine chronische Erkrankung das Stadium Achse II erreicht, dann sind Co-Therapeuten von Bedeutung: Hausarzt/Schmerztherapeuten
  • Patienten ohne ausreichende Compliance haben einen unsicheren Therapieausgang
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  • jede Fehlfunktion einer dieser 6 Sensoren bewirkt eine Haltungsänderung, bindet damit Muskelaktivität
  • verbessert man die Körperhaltung, verbessert man die Bewegungsaktivität
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  • bei Okklusionsstörungen und/oder festem Kieferschluss ändert sich bereits der Körperschwerpunkt auf die Fußebene

Körperhaltung in Abhängigkeit zur Angle-Klasse

  • Angle-Klasse II und III stehen schon per se nicht im Körperlot
  • die größere Stabilität bietet Angle-Klasse I
  • sehr problematisch: Unilateraler Kreuzbiss mit UK-Dislokation führt zu dreidimensionalen Störungen mit Schiefstand und Rotationen
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Stabilisierung der Nackenmuskulatur

  • die neuromuskulär eingestellte Mandibula bestimmt die Kopfhaltung mit 3 synergistischen Kontrollmechanismen:
    • vestibuläres System (Gleichgewichtsorgan)
    • okuläres, visuelles System (Sehen)
    • propriozeptive Einflüsse

Stabilisierende/destabilisierende Faktoren, die die Körperhaltung und damit die UK Position beeinflussen

  • das Auge
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  • Körperhaltung abhängig von Fußrezeptoren
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  • das Vestibulum
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Funktionelle Einheit

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  • Störungen im Kieferbereich führen unweigerlich zu Funktionsstörungen HWS/Schulterbereich über neuromuskuläre Verschaltung
  • Besonderheit: M.pteryg.lateralis mit waagerechtem Kraftvektor
  • mit dieser besonderen Kraftrichtung wird die Mundöffnung eingeleitet, bei stabilisiertem Zungenbein
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  • Mundöffnung ist eine Notwendigkeit zum Überleben des Gesamtorganismus, deshalb diese Spezialität
  • bei einseitiger Gelenkstörung kommt es kompensatorisch durch den M.digastricus v.post. der kontralateralen Seite zu unsymmetrischer Öffnung, aber immerhin Öffnung
  • Kieferschluss ist propriozeptiv gesteuert, um eine bestmögliche Interkuspidation zu erreichen
  • die strukturelle Voraussetzung für die Annäherung des UK an den Schädel, damit harmonische Verzahnung, wird durch die SPEE´sche Kurve und !!! Wilson-Kurve erreicht
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  • Durch die SPEE-Kurve und Wilson-Kurve werden während der Schließphase die jeweils okkludierenden Zähne axial belastet.

Merke:

  • der Erstkontakt in der Okklusion ist abhängig von der Kopfhaltung/Körperhaltung und umgekehrt
  • danach kommt es zu segmentübergreifenden Regulationen
  • ein exzentrischer Kraftschluss wirkt als Störung im neuromuskulären System

Kaukraftübertragung nach Kieferschluss

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Os zygomaticum

  • M masseter nimmt am Argus zygomaticum seinen Ursprung
  • Übertragung der Kaukräfte vom OK auf den Hirnschädel grenzt
    • nach vorne an den OK
    • nach hinten an das Schläfenbein
    • nach oben an das Stirnbein
    • nach innen an den großen Keilbeinflügel

Ebenen am Schädel aus osteopathischer Sicht

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  • Kraftübertragung nach dem Kieferschluss über Knochen des Viscero-Craniums zur Schädelbasis unter Einleitung von Kauebene und Schädelebene

Merkmale und körperliche Schnittstellen, die bei der Körperhaltung unsere Aufmerksamkeit in Diagnostik und Therapie beanspruchen:

>Okklusion>Hüfte>Füße

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Menschwerdung – aufrechter Gang

  • das Becken ist breiter geworden, wegen größerer Belastung durch aufrechten Gang
  • Fußsohle gewölbt
  • Wirbelsäule doppelte S-Form zur Stabilisierung
  • Zahnbogen parabolisch
  • Schneide- und Eckzähne verkleinert
  • besonders die Kauflächen der Backenzähne nehmen verhältnismäßig an Größe zu
  • Körperhaltung aus zahnärztlicher Sicht

Körperhaltung aus zahnärztlicher Sicht

  • Die räumliche Nähe Kiefergelenk und Foramen magnum begründet bei CMD eine äußerste Schmerzhaftigkeit, z.B. bei Extension der Halswirbelsäule durch Dysbalancen im hinteren Molarenbereich.
  • Eine Bisshebung, deren funktionelle Stabilität im Kauzentrum liegt, führt zur Aufrichtung der Körperhaltung und damit Stabilisierung der Halsmuskulatur.
  • Eine künstliche Nivellierung der SPEE-Kurve, sowie eine Distalisation der oberen 6-Jahrmolaren  bringt Spätschäden, kaum korrigierbar, besonders wenn dieser Prozess in der Wachstumsphase vollzogen wird.

Erhebliche Prädisposition für CMD!

Persönliche Erfahrungen CMD und Körperhaltung >Eigene Empirie<

Verbindliche Sachverhalte mit Podoätiologie

  • Gemeinsamer Bezug zur Position des 6-Jahrmolaren/Beckenstellung
  • Stabiles Kauzentrum bringt Stabilität in das muskulo-skelettale System.
  • Geringste Okklusionsstörungen führen zu Tonusänderungen der Rumpf- und Extremitätenmuskulatur

Fehlerhafte Okklusion vs. Körperbelastung

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Einfache Beobachtungen, die der Zahnarzt machen kann

  • um eine Belastung absteigender Ketten zu erkennen:
    • Ganganalyse/Hüfte
    • Beurteilung der Fußstellung über den Calcaneus/Tibia-Achse am besten von hinten
    • Schulterstand

Niedriger Biss

  • Knöchel kippt nach innen, Absätze sind innen abgelaufen
  • bei Halluxbildung ist meist der gesamte Biss zu niedrig, mit Frontzahnkontakt
  • „Plattfuß“
  • verminderte Körperspannung
  • Fuß ist im Behandlungsstuhl sitzend nach innen rotiert, die Rotation als Folge der Hüftrotation

Biss zu hoch, retraler Zwangsbiss

  • vorhandene Balancekontakte distal von 6, distale Suprakontakte elongierter, gekippter, fehlender 6´er, 7´er und 8´er:
    • Oft Schnarchpatienten
    • Oft Bandscheiben-, Rückenprobleme, u.U. vorausgehende Blockade BWS
    • Erhöhte Körperspannung
    • O-Bein Stellung?
    • Absätze hinten außen, ggf. auf gesamter Außensohle abgelaufen.
    • Hohlfuß

Beispiele aus meiner Praxis

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Quelle:

Newsletter Sommer 2015 I.F.P.B. Int. Fed. for Proprioceptive & Biomechanical Therapies

Nozizeption, Okklusion und Statik – Lydia Aich

Das Kauorgan ist im Gesunden eine harmonische Funktion aus Zähnen, Zahnhalteapparat, Ober- und Unterkiefer, Zunge, Kaumuskulatur und Kiefergelenk. Es hat mehrere Aufgaben:

  • essen und kauen
  • Kommunikation
  • Stressverarbeitung
  • Kopfhaltung
  • Körperstatik
  • Ästhetik.

Das Kausystem ist der einzige Teil des Bewegungsapparates, dessen Bewegung in einem Hartgewebekontakt endet – der Okklusion der Zähne!

Okklusion bedeutet Verschließung oder Verschluss und ist die normale Schlussbissstellung der Zähne, d.h. jeglicher Kontakt zwischen Zähnen des Oberkiefers und des Unterkiefers. Diese Kontakte liegen auf der Okklusionsebene. Alle direkten Kontakte zwischen den Zähnen des Ober- und Unterkiefers sind normalerweise auf den Kau- und Schluckakt beschränkt;

  • beim Kauen (˜ 40 Min/Tag) betragen die Kräfte 20-30 Newton
  • beim Knirschen sind diese Belastungen wesentlich höher und können bis zu 950 Newton ansteigen.

Man unterscheidet zwischen zwei Schwerkraftbelastungen:

1. Seitenzahnbelastung

Hier liegt die axiale Krafteinleitung bei zentrischer Abstützung im Bereich hoher Kraftentladung von 300-500 Newton. Eine Entlastung erfolgt bei Exkursionen durch die Funktion der Frontzahngruppe.

2. Frontzahnbelastung

Hier liegt die exzentrische Führung im Bereich geringerer Kraftentladung von 150-180 Newton. Eine Entlastung erfolgt bei zentrischer Belastung durch die Seitenzahngruppe.

–> Lat. nocere = Schaden

Ein Nozizeptor ist ein Rezeptor, der auf eine drohende oder eintretende Verletzung des Körpergewebes reagiert. Man differenziert zwischen:

  • Mechanorezeptoren, die auf starke, v.a. spitze Reize reagieren
  • polymodale Nozizeptoren, die zusätzlich auch auf Hitze und starke chemische Reize reagieren
  • polymodale Nozizeptoren, die auf alle drei Reize reagieren.

Funktion der Nozizeptoren:

  • Einfluss auf Motoneurone der Muskulatur des Achsenorgans, der Extremitäten, der Augen und des Kauapparates
  • Auslösung von Schmerzempfindungen
  • Einfluss auf das g-System der Muskelfunktionssteuerung, auf das kardiovaskuläre und das respiratorische System und auf andere Funktionen des ZNS.

Da die überschwellige Reizung der Nozizeptoren meistens mit Empfindung und Wahrnehmung von Schmerz einhergeht, hat man sie auch „Schmerzrezeptoren“ genannt. Damit wird aber nur ein Aspekt des Informationseffektes der Rezeptoren angesprochen; ein Effekt, der zwar subjektiv sehr beeindruckend sein kann, der aber nur einen engen Ausschnitt aus dem Aufgaben- und Leistungsspektrum des übergeordneten nozifensiven Systems beschreibt.

Mit dem Ausdruck „Nozizeptoren=Schadensmelder“ wird die eigentliche Aufgabe dieses Rezeptorentyps beschrieben, die darin besteht, Schäden wahrzunehmen und zu melden.

Alle peripheren Afferenzen, seien sie propriozeptiv oder nozizeptiv, verlaufen ohne Unterbrechung durch die Hinterwurzel zum Rückenmark. Ein Großteil der schnellleitenden großkalibrigen, propriozeptiven Fasersysteme ziehen ohne Unterbrechung direkt zum Gehirn. Sie geben allerdings auf der spinalen Schaltebene reichlich Fasern ab, die hemmend auf die Nozizeptoren einwirken. Ein Teil der Propriozeption aus dem Bewegungsapparat schaltet direkt zum motorischen Vorderhirn durch.

Autor: Hanns-Dieter Wollf aus „Neurophysiologische Aspekte des Bewegungssystems“

Wenn der Biss nicht stimmt, führt das zur Überlastung einzelner Zähne

Es kommt zu:

  • Abrasion
  • Zahnhalsdefekten
  • Brüchen an Kronen, Brücken und Zahnersatz
  • das Zahnfleisch geht zurück
  • die Zähne werden locker.

Ein Schlagwort ist unter anderem der Begriff „CMD“, der ein Synonym für Myoarthropatie, Costensyndrom, Temporomandibuläre Dysfunktion oder Kiefergelenksbeschwerden ist.

In der heutigen Zeit verschwindet in den Zahnarztpraxen das Füllungsmaterial Amalgam weitestgehend aus der Zahnversorgung. Nicht nur aus gesundheitlichen Gründen durch die damit u.U. verbundenen elektrochemischen Probleme und der Quecksilberbelastung, sondern auch aus ästhetischen Gründen. An die Stelle der Amalgamfüllung rückte die Kunststofffüllung. Diese ist eine Mischung aus Kunststoff und Glaskeramik und bei weitem härter als Amalgam. Sie entspricht eher einer Keramikfüllung, die allerdings keiner großen Druckbelastung standhält.  Desweiteren als Füllmaterialien verwendet werden Zement – als provisorisches Material mit geringer Abriebfestigkeit, Glasiomer Zement, der eine geringere Abriebfestigkeit, wie Kompositfüllung hat und Kompomere, die allerdings nur für kleinere Füllungen verwendet werden können, die keiner großen Kaudruckbelastung ausgesetzt sind.

Im Bereich des Zahnersatzes gibt es dann noch Kronen, die als Zahnsubstanzersatz eingesetzt werden, Brücken, Teilprothesen und Vollprothesen, kombinierte Versorgungsformen und implantatgetragene Kronen.

Der Einfluss des Kiefergelenks auf die Statik

Das Kiefergelenk des Menschen ist funktionell betrachtet das oberste Kopfgelenk und somit in die gesamte Körperstatik integriert. Kiefergelenk und Kapsel-Bandapparat sind, ebenso wie die kurzen Halsmuskeln, die am knöchernen Schädel inserieren, bis zu 100-mal stärker von Nervenfasern durchsetzt. Dies ist wichtig, weil die Mundbewegungen sehr komplex sind und deshalb eine viel feinere Steuerung benötigen als z.B. Bein- oder Armmuskulatur. Auch bestehen sehr enge Funktionszusammenhänge mit den Ohren, den Augen und Halswirbelsäule bzw. der gesamten Wirbelsäule. Bei einer gestörten Bisssituation findet laufend eine Irritation des zentralen Nervensystems statt, die zu erheblichen Beeinträchtigungen der Gesamtkoordination führt. Das kann z.B. eine Belastung durch einen Vorkontakt an Füllungen, Kronen oder Brücken sein, die diese Störungen im gesamten System auslösen können. Schon geringste Abweichungen beeinträchtigen das sensible, komplex funktionierende Kausystem mit seinen umgebenden Strukturen. Dauert eine Belastung lange an und sind die körpereigenen Möglichkeiten des Ausgleichs erschöpft, manifestieren sich Schmerzzustände. So kann es zu Funktionsstörungen in Form von

  • Kiefergelenksknacken
  • Tinnitus
  • Ohrgeräusche
  • Drehschwindel
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Nackenverspannungen
  • Skoliose
  • Rückenschmerzen
  • Bandscheibenprolaps
  • Hüftschmerzen
  • Knieschmerzen
  • Hallux Rigidus

kommen.

Vieleck der Kräfte nach Littlejohn

Insbesondere die Bereiche C0/C1 und C7, Sacrum und IIium-Position können über die Muskelketten der Wirbelsäule durch eine Fehlposition des Unterkiefers beeinflusst werden.

Ein minimaler Vorkontakt wird über die Aktivierung der Nozizeptoren einen Druckausgleich im Kiefergelenk bedingen, der über die Muskelketten nach kaudal weitergeleitet wird. So wird sich diese mm-Veränderung der Bisssituation im Becken als cm-Verschiebung zeigen. Wobei hier wiederum dieser absteigend bedingte Beckenschiefstand zu Ausgleichsschwingungen der Wirbelsäule führt, da der Körper bemüht ist, den Kopf gerade und die Augenlinie horizontal zu stellen.

Krankhafte und verschleißbedingte Prozesse der tragenden Gelenke, ursächliche und kompensatorische Blockierungen sowie Torsionsskoliosen verändern die Bisssituation bzw. die Okklusionsebene und somit die Druckbelastung der Kiefergelenke proportional zur veränderten Körperstatik.

Schlussfolgernd und aus der Erfahrung heraus können Zahnversorgungen absteigende Störungen auslösen, die nicht immer sofort dem Biss zugeordnet werden können. Ein dynamischer Fußabdruck in Verbindung mit einer gründlichen Anamnese kann Hinweise auf absteigende Ursachen geben. Ein darauffolgender Test bezugnehmend auf Okklusion und Statik verdeutlicht sichtbar ein eventuell vorhandenes nozizeptives Element in der Okklusion. Die Abklärung und Behebung der absteigenden Problematik liegt dann in der Hand des Zahnmediziners.

So schließt sich der Kreis der interdisziplinären Zusammenarbeit zum Wohle des Patienten.

Kinderversorgung in der Podoätiologie – Ohne Zähne keine Probleme? – Lydia Aich

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Quelle:

I.F.P.B. Int. Fed. for Proprioceptive & Biomechanical Therapies Newsletter, Wie geht´s – wie steht´s? Winter 2015, Referentin Lydia Aich, Neuhaus am Inn

Füße und Kiefer – Auf der Suche nach Opfer und Täter

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Quelle:

I.F.P.B. Int. Fed. for Proprioceptive & Biomechanical Therapies Newsletter, Wie geht´s – wie steht´s? Winter 2014