Was haben die Augen mit dem Schmerz zu tun?

Weitestgehend unbeachtet ist, dass Fehlsichtigkeiten zu Problemen im Rücken, Nacken, Schulter und Kopfschmerzen, etc. führen können. Der Einfluss der Augen auf die Körperhaltung ist durch verschiedene Mechanismen gekennzeichnet:

Jedes Auge wird von sechs Bewegungsmuskeln gesteuert. Unser Gehirn muss also insgesamt zwölf Muskeln koordinieren, um die Seheindrücke beider Augen zu einem Bild fusionieren zu können. Ist ein Auge von einer Fehlsichtigkeit betroffen, so muss das Gehirn die Kopfhaltung verändern, um diesen Fehler zu kompensieren.

Der Patient nimmt diese Veränderungen oft gar nicht wahr.

Haltungsanpassung des Kopfes z.B. bei Winkelfehlsichtigkeit.

 

 

 

 

 

Eine Veränderung der Kopfhaltung wird über die Halsmuskulatur bewirkt. In dieser Muskulatur befinden sich eine Vielzahl von Sinneszellen (Propriozeptoren), die diese Fehlhaltung des Kopfes wahrnehmen. In einigen Fällen ist die Fehlhaltung des Kopfes der Anstoß, die ganze Körperhaltung nachzuregulieren.

Neben den Fehlsichtigkeiten können auch Störungen der Augenachse ( z.B. leichtes Schielen) sich negativ auf die Körperhaltung auswirken und Beschwerden hervorrufen.

 

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Bei der Befundung wird bei Verdacht ein Augenscreeningtest (van-Ordenstern-Test) durchgeführt, um Auffälligkeiten festzustellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Symptome und Auswirkungen

Es wird beschrieben, dass betroffene Personen versuchen, die Abweichung der Sehachsen zwischen linkem und rechtem Auge unbewusst über den Sehmuskel und die Körperhaltung selbst zu kompensieren und deshalb unter spezifischen Beschwerden leiden können, die man allgemein „Asthenopie“ nennt.

Sie äußern sich u.a. in Kopfschmerzen, Schwindel, Augenbrennen, Doppelbildern, Nackensteifheit, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.

 

Zusammenhang Augen und Podoätiologie