anatomie senkfuss

Die Fußgewölbe, die normalerweise durch Muskulatur und Bänder aufrecht gehalten werden, sind erschlafft und die Gewölbe sinken dadurch ab. Folglich verändert sich die Basis unseres Körpers. Bei diesem Absinken eines oder beider Fußgewölbe wird sich ganz automatisch eine Kettenreaktion in den darüber liegenden Gelenken und der Wirbelsäule einstellen, um eine einigermaßen aufrechte Körperhaltung zu gewährleisten. Diese Kettenreaktion wird sich in der betroffenen Muskulatur widerspiegeln und Verspannungen, wie Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Knie- oder Hüftprobleme auslösen. Aber auch ständig gleich gelagerte Muskelverletzungen, bspw. im Sport, sind die Folgen.

Aber auch ein ursächliches Knieproblem, wie z.B. eine Meniskusverletzung oder Hüftschmerzen, werden im Laufe der Zeit Ihr Gangbild und somit die Belastung des Fußes und seine Form verändern. So lassen sich die Fußabdrücke eines Menschen als eine Karte seines anatomischen Wohlbefindens lesen.

Ein Problem aktiv anzugehen ist immer besser als es nur passiv beheben zu wollen!

In unserer heutigen Medizin geht man immer mehr dazu über, aktive Maßnahmen einzusetzen. Der herkömmliche Gipsverband bei Bänderrissen am Sprunggelenk wird heute weitestgehend mit Schienen oder funktionellen Verbänden versorgt, um einen “Muskelschwund” vorzubeugen. Nach jeder Operation wird sobald als möglich mit aktiver Bewegung und Belastung begonnen, denn Passivität wird unsere Muskulatur zur Inaktivität bringen und unsere Körperhaltung verändern. Durch die Physiotherapie wird der Patient angeleitet sich “neu” zu bewegen. Das sind Lernprozesse, die ihre Zeit brauchen. Podoätiologische Korrektursohlen können diese Prozesse beschleunigen und neue Bewegungen automatisieren.

Durch Aktivierung oder Hemmung der jeweilig betroffenen Muskelketten wird der Körper wieder in ein funktionelles Gleichgewicht gebracht. Verspannte Muskulatur lockert sich, erschlaffte Muskulatur gewinnt wieder an Spannung.

Durch den Einsatz von podoätiologischen Korrektursohlen, in Training oder Therapie, lassen sich im Gehirn manifestierte Körperfehlhaltungen in wesentlich kürzerer Zeit wieder umprogrammieren, so dass eine schnellere Optimierung der Körperstatik erreicht wird.